Unheimliche Filme/Filme mit gothic touch
(fast) ohne expliziten Horror


Yim Phil-sung, Hänsel und Gretel, Südkorea 2007


Kenneth Anger, Lucifer Rising, USA 1973



Tod Browning: 'Dracula'
, USA 1931 [Film mit englischen Zwischentiteln in voller Länge]

Bram Stoker hat 'Dracula' als prototypischen Vampir geschaffen, Tod Browning 'Bela Lugosi' als ebensolchen Dracula.
– "I don't drink – wine." (Dracula)


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Die DVD ist unter anderem bei Amazon erhältlich, ASIN: B000RG1G3M. Bitte immer über bildungsspender.de zu amazon.de gehen, dann wird ein Teil des Verkaufspreises automatisch an eine Bildungseinrichtung Ihrer Wahl gespendet. dasunheimliche.com spendet an die Freie Integrative Montessorischule Pankow.



Tod Browning: 'Freaks', USA, 1932

– ein humanistischer Horrorfilm, der einen unheimlichen Blick zurück eröffnet: in die Zeit, als man behinderte Menschen wie Zootiere in Site Shows präsentierte. Die Darsteller der 'Freaks' (von 'freak of nature': 'Laune der Natur' – der im 19. Jahrhundert gängigen Bezeichnung für Kleinwüchsige und Menschen mit Fehlbildungen) sind keine professionellen Schauspieler, sondern Laiendarsteller mit echten Fehlbildungen.

Der ganze Film auf youTube


Victor Halperin: 'White Zombie', USA 1932






Michal Waszynski: 'Der Dybbuk', POLEN 1937


Michal Waszynskis filmische Adaption 'Der Dybbuk' (1937) von Salomon Anskis Stück 'Der Dibbuk' (1916) präsentiert sich aus heutiger Sicht in zweifacher Weise unheimlich, zum einen als Gruselfilm – ein Dibbuk ist ein Revenant, ein Wiedergänger aus dem Grab –, zum anderen aber auch als unheimliches Dokument der ausgelöschten ostjüdischen Kultur des Schtetls. Der Film ist im Original in jiddischer Sprache. Nicht nur für Fans des Unheimlichen ein wirklich sehenswerter Film.

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Charles Laughton: 'Night of The Hunter', USA 1955






In seiner einzigen Regiearbeit lehrt Charles Laughton ('Der Glöckner von Notre-Dame') den Zuschauer mit allen Mitteln der Filmkunst das Fürchten, sein Film ist ein schaurig-schönes expressionistisches Märchen, in dem Robert Mitchum den besten psychopathischen Prediger aller Zeiten gibt. Absolut originäre Filmsprache, bis heute ohne jede Abnutzungserscheinungen, fan- tastischer Soundtrack, traumhafte Bilder – einer meiner Lieblingsfilme.


 L-O-V-E 
 H-A-T-E 

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Lars von Trier: 'Riget' ('Geister'), Dänemark, 1994 und 1997

Unbedingt ansehen: Lars von Trier TV-Serie 'Geister' ('Riget') lehrt uns im Fürchten und jeder Menge Gothic-Klamauk das Mitleid – das Unheimliche verträgt, wie wir sehen, große Mengen Unsinn. 'Twin Peaks' plus 'Emergency Room' plus Dogma95. Damit kann man sich ein ganzes Wochenende prima amüsieren. Und Udo Kier ist natürlich sehr, sehr böse. Staffel 2 kann man sich auch ansehen, ist aber nicht mehr ganz so gut. – Achtung: Nicht verwechseln mit 'Kingdom Hospital', einem belanglosen Remake von Stephen King.










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Tim Burton: 'Vincent', USA 1982


In seinem bezaubernden Frühwerk 'Vincent' (1982), einem Film auf der Grundlage eines eigenen Gedichtes, zeigt Tim Burton, dass eine unheimliche Gemütslage oder Mentalität nicht immer eine temorär-pubertäre Entgleisung ist, die sich später zur Genugtuung der Eltern wieder 'legen' oder 'verwachsen' würde, sondern dass eine Neigung zum Unheimlichen auch eine lebenslange Disposition sein kann – Burton selbst ist ja dafür das beste Beispiel.
 









Tim Burton: 'Edward Scissorhands', USA 1990






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Tim Burton: 'Nightmare Before Christmas', USA 1993






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M. Night Shyamalans: 'The Village', USA 2004

In M. Night Shyamalans Film 'The Village' ('Das Dorf') von 2004 ist Nicole Kidman nicht mit von der Partie, obwohl der Titel so klingt. Der Film spielt in einem isolierten Dorf Ende des 19. Jahrhunderts. Die Dorfbewohner werden von den im Wald lebenden 'Unaussprechlichen' bedroht und natürlich gibt es auch jede Menge schwelendes Unausgesprochenes und Verdrängtes – es geht hier im Blog schließlich um das Unheimliche. Die Story erweist sich letztlich als ein bisschen dünn und von einem reinen unheimlichen Film trennt diesen, dass er am Ende des Rätsels Lösung verrät. Bis dahin aber und ganz besonders bei den Szenen im Wald stirbt man fast vor Angst. Bei mir persönlich genügt ja in lebhafter Erinnerung an Nicolas Roegs 'Don't Look Now'('Wenn die Gondeln Trauer tragen') schon das Sichtbarwerden eines roten Mantels, um mich in Angststarre zu versetzen. – Ich hasse Rot! – Trailer 'The Village'



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Peter Weir: 'Picnic at Hanging Rock', Australien 1975

Peter Weirs Film 'Picnic at Hanging Rock' von 1975, deutsch: 'Picknick am Valentinstag', war die erste australische Produktion, die zu einem internationalen Erfolg wurde. Die Verfilmung von Joan Lindseys gleichnamigem Roman stellte die Kritiker vor arge Probleme der Genre-Zuordnung, denn für einen Horrorfilm schien ihnen das Ganze doch “zu sonnenbeschienen”.Die Handlung ist rasch erzählt: Am Valentinstag 1900 verschwinden bei einem Ausflug auf dem Hanging Rock – siehe Abbildung oben – drei Internatsschülerinnen und ihre Lehrerin. Eines der Mädchen taucht wieder auf, kann sich aber an nichts erinnern. Durch die mysteriösen Ereignisse beunruhigt, nehmen zahlreiche Eltern ihre Töchter von der Schule. Die Schulleiterin beginnt zu trinken und schickt ein Mädchen, dessen Schulgeld nicht bezahlt worden ist, ins Waisenhaus: Dieses Mädchen begeht Selbstmord. Die Direktorin wird einige Wochen später tot am Fuße des Hanging Rock aufgefunden. 'Picnic at Hanging Rock' ist keine klassische Filmerzählung, der Film erzählt keine Story, sondern ein Gefühl – er visualisiert und vertont das Gefühl des Unheimlichen. Zu diesem Zweck bedient sich Regisseur Peter Weir einer trügerisch-süßlichen Ästhetik vorpubertärer Unschuldserotik und romantischer Idylle: Bilder à la David Hamilton und die in den 70er-Jahren notorische Panflötenmusik von Gheorghe Zamfir, also ästhetisch Gewohnt-Gewöhnliches, in das er das Unheimliche wirkungsmächtig einbrechen lässt.



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Ein Filmtipp für Kinder, die für jetzt und alle Zeit nachts einpullern und im Elternbett schlafen wollen...







Robert Wiene: 'Das Cabinet des Dr. Caligari'
, Deutschland 1919 [Film mit englischen Zwischentiteln in voller Länge]








Friedrich Wilhelm Murnau: 'Nosferatu', Deutschland 1922
[Film mit englischen Zwischentiteln in voller Länge]

Zeitlos starke, atmosphärische Bilder, darstellerisch eher quälend






Paul Leni: 'DAS WACHSFIGURENKABINETT'
, Deutschland 1924







Robert Wiene: 'Orlacs Hände', Österreich 1924
– Das Unheimliche der Transplantationschirurgie






Michael Powell: 'Peeping Tom'
, Großbritannien 1960 – das Unheimliche des Films





Michelangelo Antonioni: 'Blowup', Großbritannien 1966 [– das Unsichtbare fotografieren




Nicolas Roeg: 'Don't Look Now' (dt.: 'Wenn die Gondeln Trauer tragen'), Italien/Großbritannien 1973 – Unheimlich, durchgängig mit Millimeterabstand zum Horror; vor diesem Film wurde ich schon als Kind gewarnt.




David Lynch: 'Eraserhead', USA 1977 – Bilder und Sounds, die man gern im Unterbwusstsein belassen hätte






John Carpenter: 'The Fog' – das Unheimliche in Bild (Nebel!) und Ton, schlägt in der 2. Hälfte um in einen Horrorfilm; 











... Fortsetzung folgt.